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Startschuss zur Smart-City-Offensive

Göttingen wird zur Smart City

Göttingen wird zur Smart City. Fotograf / Quelle: Matthias Falck.

26. Februar 2020
Mit der konstituierenden Sitzung des Digitalrats hat Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am 25. Februar 2020 den Startschuss zur Göttinger Smart-City-Offensive gegeben: Göttingen wird zur Digitalstadt.
Von Dominik Kimyon

Mit der konstituierenden Sitzung des Digitalrats hat Göttingens Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler am 25. Februar 2020 den Startschuss zur Göttinger Smart-City-Offensive gegeben: Göttingen wird zur Digitalstadt. Mit der konstituierenden Sitzung des Digitalisierungsrates in Göttingen startet die Stadtverwaltung dieses neue Vernetzungsportal goettingen.digital mit Hintergrundinfos, Angeboten und der Möglichkeit zur Partizipation.

„Mit digitalen Technologien wollen wir eine hohe Lebensqualität für die Menschen in Göttingen und für die Stadtgesellschaft insgesamt schaffen. Zugleich soll die Stadt durch die Digitalisierung weiter als attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort ausgebaut werden“, unterstrich der Oberbürgermeister anlässlich der Auftaktveranstaltung.  Das wolle die Stadt aktiv gestalten und so die Chancen der Digitalisierung nutzen, ohne die Risiken aus den Augen zu verlieren. Es gehe dabei, so Köhler, um die Prozesse der Stadtverwaltung, „aber auch die Stadtgesellschaft insgesamt ist hier gefordert, die Wirtschaft, die Hochschulen.“

Das hochkarätig besetzte Gremium des Digitalrats mit Vertreter*innen von 18 Institutionen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Hochschule und der Stadtverwaltung wird den Prozess der Digitalisierungsstrategie steuern und weiterentwickeln. „Der Digitalisierungsrat bildet in diesem Prozess die Klammer, führt Informationen zusammen, er empfiehlt Entwicklungsrichtungen und Entscheidungen“, fasst Köhler die Aufgaben des Gremiums zusammen. Dabei gelte es, alle Menschen in der Stadt mit einzubeziehen und ‚mitzunehmen‘, nicht nur jene, die ohnehin dem Thema Digitalisierung gegenüber aufgeschlossen seien. Mit Blick auf die Verwaltungsaufgaben der Zukunft stellte Köhler fest, dass beispielsweise Verwaltungsprozesse sich durch digitale Anwendungen verschlanken sollen. Der Digitalisierungsrat solle sich allerdings nicht nur mit den Verwaltungsabläufen der Stadt beschäftigen, sondern auch wissenschaftlich und gesamtgesellschaftlich die Entwicklung Göttingens zur Smart City ermöglichen.

Steuerungsgruppe setzt Maßnahmen um

Neben dem Digitalisierungsrat wird eine Steuerungsgruppe als Expert*innen-Gremium eingesetzt. Sie wird die strategischen Ziele in konkrete Projekte umsetzen. Mit dem Aspekt Mobilität und Umwelt nennt Diana Walkinstick-man-alone, Leiterin der Kommunalen Dienste Gesellschaft (KDG) und Sprecherin dieser Steuerungsgruppe, ein Handlungsfeld, der bereits mit Projekten wie den E-Bussen der GöVB oder dem eRadschnellweg aufwarten könne. Weitere Ideen gehen beispielsweise in Richtung einer intermodalen Mobilitätsplattform, die intelligent dabei helfen kann, sich emissionsarm durch die Stadt zu bewegen. Im Sektor Wissenschaft und Bildung gebe es konkrete Ideen wie die Bildungs-Cloud mit dem Ziel, mehr Teilhabe an Bildung zu ermöglichen. Im Bereich Gesundheit, einer der Beschäftigungsmotoren in Göttingen, gebe es Projekte wie die digitale Hebammenversorgung. Walkinstick-man-alone: „Hier können wir natürlich größer denken, beispielsweise mit einem Patientenportal im Bereich Smart Health.“ Nun gelte es, diese und ähnliche vorhandene Projekte und Prozesse zu erfassen, die Potenziale und Ziele herausarbeiten. Dies werden dann mit dem Digitalisierungsrat sowie der ihn begleitenden Steuerungsgruppe reflektiert und priorisiert.

Für Prof. Dr. Ramin Yahyapour, Geschäftsführer der Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) und stellvertretender Sprecher der Steuerungsgruppe, ist die vorhandene Mischung aus Stadt, Wirtschaft, öffentlichen Einrichtungen und der Universität, etwas ganz Besonderes für Göttingen und nennt ein Beispiel: „Die Universität und die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) waren kürzlich erfolgreich mit einem gemeinsamen Digitalisierungskonzept: Zwölf neue Professuren für Digitalisierung werden nach Göttingen kommen.“

Digitalisierungsrat Smart City Göttingen

Digitalisierungsrat Smart City Göttingen. Foto: Christoph Mischke

 

Im Digitalisierungsrat sind zum Start 18 Institutionen vertreten. Diese sind neben der Stadt Göttingen die Ratsfraktionen von SPD, CDU, FDP, Bündnis90/Die Grünen, Göttinger Linke/ALG-Ratsgruppe sowie Piraten- und Partei-Ratsgruppe im Rat der Stadt Göttingen, die Georg-August-Universität, die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen, die PFH Private Hochschule Göttingen, die Industrie- und Handelskammer Hannover (Geschäftsstelle Göttingen), die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, die Sartorius AG, die Gemeinde Rosdorf, der Flecken Bovenden, die Max-Planck-Gesellschaft und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

An der Auftaktveranstaltung teilgenommen haben:
Obere Reihe: Thorben Siepmann (FDP), Rainer Lehmann (Sartorius AG), Prof. Dr. Frank Albe (PFH), Sören Steinberg (Bürgermeister der Gemeinde Rosdorf), Prof. Dr. Ramin Yahyapour (GWDG), Agnieszka Zimowska (DGB), Olaf Feuerstein (CDU), Rolf Ralle (Göttinger Linke)
Untere Reihe: Dr. Kai Richter (DLR), Dr. Martin Rudolph (IHK), Thomas Brandes (Flecken Bovenden), Rolf-Georg Köhler (Oberbürgermeister der Stadt Göttingen), Rolf Becker (Bündnis 90/Die Grünen), Andreas Redeker (GWG), Dana Rotter (Piraten- und Partei-Ratsgruppe), Diana Walkinstik-man-alone (KDG), Prof. Dr. Stephan Herminghaus (MPI für Dynamik und Selbstorganisation) sowie Stefan Eilert (CDO Stadt Göttingen). Prof. Dr. Norbert Lossau (Universität Göttingen) hat ebenfalls teilgenommen, ist aber nicht auf dem Foto.

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