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Göttingen will smarte City werden

Göttingen will "Smart City" werden. Foto: Stadt Göttingen/Matthias Falck

Göttingen will "Smart City" werden. Fotograf / Quelle: Stadt Göttingen/Matthias Falck.

14. April 2021
Als geförderte Smart City die Themen Stadtentwicklung und Digitalisierung gestalten und weiterentwickeln - mit diesem Ziel hat sich die Stadt Göttingen am 3. Aufruf des Wettbewerbs „Smart Cities made in Germany“ des Bundesinnenministeriums beteiligt. Es geht um Projektmittel in Höhe von ca. 17,5 Millionen Euro.
Von Verena Schulz

Die Stadt Göttingen hat sich am 3. Aufruf des Wettbewerbs „Smart Cities made in Germany“ des Bundesinnenministeriums beteiligt. Mit der erfolgreichen Teilnahme am Wettbewerb stehen Projektmittel in Höhe von ca. 17,5 Millionen Euro für die kommenden fünf Jahre in Aussicht; der Eigenanteil der Stadt daran würde gut 6 Millionen Euro betragen. Bereits im Februar 2020 hatte die Stadt mit der konstituierenden Sitzung des Digitalisierungsrats den Startschuss zur Smart-City-Offensive gegeben.

Ziel ist es, als geförderte Smart City die Themen Stadtentwicklung und Digitalisierung gerade vor dem Hintergrund der Pandemie und ihre Auswirkungen auf Innenstädte mit der Stadtgesellschaft zu gestalten und weiterzuentwickeln. Dabei gilt es, die Digitalisierung übergreifend zu betrachten und sich insbesondere auch mit anderen Kommunen in Niedersachsen zu vernetzen und im Prozess voneinander zu lernen. Insgesamt wurde der Antrag auf Beteiligung für zwei Projektphasen gestellt: Die Phase der Strategieentwicklung (2021-2022) und die Phase der Umsetzung von Maßnahmen (2022-2025).

„Mit der Teilnahme am Wettbewerb und den damit entstehenden Optionen erhoffe ich für die Menschen in unserer Stadt ein Plus an Lebensqualität. Zugleich wird die Stadt weiter als attraktiver Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort ausgebaut werden können“, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Doch selbst wenn Göttingen nicht beim Wettbewerb berücksichtigt werde, werde das Thema Digitalisierung energisch vorangebracht: „Die Zukunft wird digitaler. Die Frage ist nicht ob, sondern wie sich unsere Stadt darauf einlässt.“ Wichtig sei ihm, so Köhler, dass alle Menschen an der weiteren Entwicklung teilhaben können. „Dieses große Thema können wir nicht isoliert betrachten. Göttingen ist keine Insel. Mit Blick auf unsere Stadt steht für mich der Nutzen für die Menschen sowie die Teilhabe aller an erster Stelle. Das muss bedingungslos auch für das digitale Zeitalter gelten.“

Projektideen

Ein besonderer Schwerpunkt der Smart City Modellkommunen liegt in der Entwicklung von Test- und Experimentierfeldern, die beispielhafte Lösungen für zentrale Herausforderungen des technologischen Wandels beschreiben. Auch die Folgen der Corona-Pandemie auf regionaler, gesamtstädtischer und Quartiers-Ebene werden erfasst. Diesen Schwerpunkt nimmt die Stadt Göttingen in ihrem Antrag und den dort identifizierten Projektideen auf. Es geht um Themen wie den Wandel der Innenstadt und ihre zukünftigen Funktionen, ein intelligentes Parkleitsystem, Gesundheit, Lernen, Sport, Kultur und die Verknüpfung der Wissenschaft mit der Stadtgesellschaft (Citizen Science).

Smart-City-Strategie

Die Göttinger Smart-City-Strategie legt Ziele, Leitbilder und Handlungsfelder fest und soll auch unabhängig vom Wettbewerb dem Digitalisierungsprozess der Stadt Göttingen einen roten Faden geben.  Dafür werden die je nach Themengebiet relevanten Akteure der Stadtgesellschaft mit in den Prozess integriert und im beratenden Gremium, dem Digitalisierungsrat, miteinander vernetzt. Göttingen entwickelt strategisch eine Vision der städtischen digitalen Zukunft und versetzt die Stadt damit in die Lage, diese schrittweise und gezielt zu realisieren.

Köhlers Appell: Digitalisierung als Chance begreifen

„Unser Ziel ist es, die Position als national und international bedeutender Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort weiter zukunftsweisend und nachhaltig auszubauen und die digitale Transformation aktiv mitzugestalten, anstatt anderen dabei zuzuschauen“, so OB Köhler. Sein Appell laute, die fortschreitende Digitalisierung trotz aller Hürden und mitunter berechtigter Kritik als Chance zu begreifen. „Das öffnet Wege, die kritischen Aspekte offen zu erörtern, Zweifel zu auszuräumen und die Gesellschaft auf die Veränderungsprozesse vorzubereiten.“

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