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Gedanken der Stadtgesellschaft zur smarten Stadt

Die Umfrageergbnisse zum Digitalisierungsstand in Göttingen liegen vor. Gesundheit und Bildung sind höchst relevant. Etliche Ideen zu digitalen Angeboten in der Verwaltung und dem Mobilitätsbereich wurden vorgeschlagen. Fotograf / Quelle: Tumisu | Pixabay.

6. Januar 2021
Göttingen.digital fragte die Stadtgesellschaft nach eigenen Ideen für eine smarte Stadt. Die Ergebnisse der online-Umfrage liegen nun vor, in der 102 Teilnehmende mit ihrer Einschätzung bei weiteren Schritten helfen. Eine App des digitalen Rathauses oder auch der Digitalausbau an Schulen: es gibt zahlreiche Ideen wie Göttingen digitaler werden kann.
Von Ines Beeck

Gesundheit und Bildung liegen vorn

Die höchste Relevanz für Digitalisierungsmaßnahmen sehen die Teilnehmenden der Umfrage im Themenbereich Gesundheit. Es folgen dicht auf Platz 2 der Bereich Bildung und Wissen, auf Platz 3 Mobilität und Umwelt sowie auf Platz 4 Kultur, Handel und Tourismus. An fünfter Position steht die Verwaltung. Mit deutlicherem Abstand folgen die Themenbereiche Wohnen, technische Infrastruktur und Ethik. Weitere Themen, wie Sicherheit, Ernährung und Vernetzung mit gesellschaftlichem Mehrwert wurden zudem vorgeschlagen.

Umfrageergebnis zur Priorisierung der Themenbereiche (basierend auf 71 Antworten)

Die Frage nach Mehrwerten der Digitalisierung anhand von fünf vorgegebenen Kategorien zeigt einen hohen Konsens. Der Nutzen aus digitalen Angeboten soll sich insbesondere darin zeigen, die Nachhaltigkeit zu steigern (1) und Demokratie sowie digitale Mündigkeit zu stärken (2). Auch die weiteren Kategorien wurden mit mehr als 70 % als wichtig eingestuft. Hierzu gehört es, Innovationen und Kooperationen zu stärken (3), das Zusammenleben der Göttinger Stadtgesellschaft (4) zu fördern und die digital-gestützte Daseinsvorsorge auszubauen (5). Die fünf Kategorien bilden den Rahmen für das Leitbild zur Smart City Göttingen und ihre Auswahl wird durch die Umfrageergebnisse gestützt.

Mehrheit möchte mehr Digitalisierung

Die Frage nach der Zufriedenheit mit der Digitalisierung in den einzelnen Themenbereichen zeigt, wieviel Potenzial im Einsatz innovativer und moderner Technologien liegt. Lediglich knapp 9 % sind mit dem Stand der Digitalisierung insgesamt zufrieden. Etwa 22-34 % sind je nach Bereich unentschlossen und eine Mehrheit von 54 % mit der insgesamten Digitalisierung unzufrieden. Eine besonders hohe Unzufriedenheit zeigt sich mit 65 % bei dem Digitalisierungsstand der Verwaltung. In einzelnen Themenbereichen sieht es differenzierter aus. So enthalten sich im Bereich Kultur, Handel und Tourismus je etwa ein Drittel der Beurteilung und sind unzufrieden. An dieser Stelle zeigt sich, dass zukünftige Evaluationen spezifische Fragen und Kontext pro Einzelbereich erfordern. Der Trend ist jedoch eindeutig: die Mehrheit wünscht sich einen deutlichen Aufschwung in puncto Digitalisierung.

Als Aspekte zum Einsatz digitaler Angebote sind Benutzerfreundlichkeit, Datenschutz und Transparenz sind nach Einschätzung der Umfrage-Teilnehmenden essentiell. Plattformübergreifende Lösungen, die zudem effizient und leicht gefunden werden wurden explizit gewünscht. Ergänzend wurde auch auf die Notwendigkeit regenerativer Energiebereitstellung und ökologischer Kriterien hingewiesen.

Vom digitalen Rathaus bis zur App mit e-Ladesäulen-Anzeige

Die online Terminvereinbarung und das freie WLAN sind die am häufigsten verwendeten digitalen Angebote der Stadtverwaltung. Aber auch die städtischen Webseiten wurden als zentrale Informationsanlaufstellen im Digitalen benannt. Bei der Frage nach smarten oder digitalen Angeboten, die das Leben in Göttingen verbessern oder erleichtern soll, wurden 40 Texte mit zahlreichen Ideen eingereicht. Die Vorschläge kommen überwiegend aus dem Verwaltungskontext oder dem Bereich der Mobilität.

So wird eine zentrale Abwicklung aller Vorgänge der Verwaltung mit zum Beispiel einer App digitales Rathaus vielfach genannt. Im Mobilitätsbereich werden intelligente Verkehrssysteme mit der Möglichkeit auch alles kontaktlos bezahlen zu können (Bus, Parkticket, etc.) genannt. Eine Anzeige von freien Parkplätzen und e-Ladesäulen in der Stadt sind hier einzelne Funktionen. Eine online Terminvergabe bei Ärzten oder den Digitalausbau an Schulen werden auch genannt.

Die Möglichkeit alle Mitglieder der Stadtgesellschaft mit einzuschließen und Zugänge digital wie analog, auch zu Stadtratssitzungen, zu ermöglichen sind Anliegen der Umfrage-Teilnehmenden. Die gesamte Liste an aggregierten und anonymen Vorschlägen ist als PDF-Download (siehe Umfrageergebnisse) frei zugänglich. Im weiteren Prozess werden die Vorschläge berücksichtigt und auch zur Weiterentwicklung genutzt.

Stichprobe zeigt technische Affinität der Teilnehmenden

Die 102 Teilnehmenden der Umfrage vom September/Oktober 2020 kommen überwiegend aus Göttingen, sind im Mittel 43 Jahre alt, haben einen Hochschulabschluss und verdienen überdurchschnittlich viel. Zudem schätzen sie sich selbst als technologisch affin ein. Die Umfrage erhebt somit keinen Anspruch auf Repräsentativität, hat jedoch für eine online-Umfrage zum Thema Digitalisierung einen üblichen demographischen Zuschnitt. Im weiteren Strategieprozess wird es jedoch noch weitere Befragungen geben, die einen breiteren Anteil der Bevölkerung ansprechen.

Alle Ergebnisse der online-Umfrage finden Sie in der folgenden PDF-Datei: Umfrageergebnisse.

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